Marronizeit
Wenn in den Strassen und auf Märkten ein herrlich nussiger Duft von frisch gerösteten Marroni in der Luft liegt, hat der Herbst Einzug ins Land gehalten. Für viele von uns ist der Geschmack der Edelkastanie untrennbar mit der kühlen beziehungsweise kalten Jahreszeit verbunden.
Sie mag's warm
Ursprünglich stammt die Frucht aus Kleinasien. Noch heute zählt der Mittelmeerraum zu den wichtigsten Anbaugebieten – naturgemäss spielt sie in den jeweiligen Landesküchen eine bedeutende Rolle. Die Edelkastanie ist wärmeliebend und empfindlich für Spätfrost. In der Schweiz findet man die Bäume deshalb hauptsächlich im Wallis, im Chablais, im Tessin und im St. Galler Rheintal.
Anders, als man vielleicht annehmen würde, sind Edel- und Rosskastanie nicht miteinander verwandt. Erstere zählt zur Familie der Buchengewächse, die Rosskastanie zu den Rosskastaniengewächsen.
Köstlich vielseitig
Früher nannte man die Esskastanie «das Brot des kleinen Mannes», heute sind Marroni aus der Punkteküche nicht mehr wegzudenken. Ihr wunderbar intensives Aroma harmoniert besonders gut mit Wild und Geflügel – ob als Beilage wie Kartoffel-Marroni-Stampf oder als Füllung. Auch Pastagerichten oder Risottos verleiht die Frucht eine besondere Note. Ihr nussig-süsser Geschmack ist wie gemacht für Dessertspezialitäten. Süssspeisenträume wie Marroniparfait und Vermicelles sind der beste Beweis dafür.